Vier auf einen Streich


Unser Kater Lou, welcher nach seinem Einzug auf den Tierlignadenhof krank wurde und über fast zwei Wochen medikamentös behandelt werden musste, hat das Schlimmste überstanden und ist auf gutem Weg, wieder ganz gesund zu werden. Obwohl die Entzündung in seinem Maul und Rachen noch nicht zu hundert Prozent abgeheilt ist, nimmt er wieder eigentständig Nahrung auf. Zudem ist er sichtlich dankbar, dass wir seine Isolation in unserem grosszügigen Badezimmer aufgehoben haben und er nun wieder einen grösseren Wirkunskreis zur Verfügung hat. Vor einer Woche sind vier junge, verwilderte Katzen im Alter zwischen drei und vier Monaten bei uns eingezogen. Die süssen Samtpfoten stammen aus dem Jura, wo, wie in vielen anderen Teilen der Schweiz, eine Überpopulation herrenloser und verwilderter Katzen herrscht. Eine Tierschützerin, welche sich privat um die Eindämmung des dort herrschenden Katzenleides einsetzt, hat die vier Kitten eingefangen, um ihnen ein Leben voller Gefahren und Beschwerlichkeiten zu ersparen. Futtermangel, Krankheiten, Verletzungen sowie Hitze und Kälte stellen für herrenlose Katzen einen Überlebenskampf dar. Um der Population solcher Tiere Einhalt zu bieten, fängt die Tierschützerin verwilderte und vernachlässigte Katzen ein und lässt sie auf eigene Kosten kastrieren. Eine Kastration ist das einzig wirksame Mittel, um die Überpopulation dauerhaft unter Kontrolle zu bringen. Da sich unkastrierte Tiere sehr schnell vermehren, werden zur Eindämmung leider auch andere Methoden wie beispielsweise Erschiessen oder Ertränken eingesetzt. Schätzungsweise verlieren in der Schweiz so 100‘000 junge, ungewollte Katzen pro Jahr ihr Leben (Schweizer Katzen Magazin, 2022). Die vier Wonneproppen haben wir in einem ruhigen Zimmer mit vielen Spiel- und Versteckmöglichkeiten untergebracht. Die älteste und grösste der Kätzlein hat bereits etwas Vertrauen gefasst und lässt sich von uns streicheln und geht auf Spiele ein. Die drei kleineren Fellnasen benötigen noch etwas Zeit, um ihre Angst vor uns Menschen zu überwinden. Sie sind noch sehr scheu und lassen sich nur ungern berühren, was sie mit Fauchen und/oder Flüchten signalisieren. Eine Eingewöhnung solch kleiner Wildlinge benötigt viel Ruhe, unendliche Geduld und eine liebevoll-zurückhaltende Zuneigung. Sobald die Kätzlein einen Bezug zu uns Menschen hergestellt haben und sich in ihrer neuen Umgebung wohl und sicher fühlen, werden wir sie unserem Tierarzt vorstellen, damit alle notwendigen Untersuchungen und Impfungen vorgenommen werden können. Und wer weiss, vielleicht dürfen die süssen Kitten in ein neues Zuhause weiterziehen, wenn die Zeit reif dazu ist. Wir sind dankbar, dass es Menschen gibt, die sich dafür einsetzen, das Leid herrenloser und verwildeter Katzen zu lindern. Wann immer es uns möglich ist, unterstützen wir diese wichtige Arbeit und haben so in der Vergangenheit bereits acht verwilderte Katzen bei uns aufgenommen, die nun ein glückliches und sorgloses Leben auf dem Tierligandenhof verbringen dürfen.


Liebe Grüsse vom Tierlignadenhof-Team



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