Goodbye Peggy


„Es ist Zeit für das, was war, Danke zu sagen, damit das, was kommen wird, unter einem guten Stern beginnen kann“. Unser Schwein Peggy hat uns Mitte Oktober mit zweieinhalb Jahren überraschend für immer verlassen. An einem warmen Herbsttag begab sie sich mit ihrer Schwester Paige auf die Weide. Als wir am Nachmittag ein lautes Geschrei von der Weide her hörten, begaben wir uns auf das Gelände, um nachzuschauen, ob alles in Ordnung ist. Nicht weit vom Haus entfernt lag Peggy auf dem Boden und Paige versuchte vehement, sie mit ihrem Rüssel zum Aufstehen zu motivieren. Nachdem wir Paige mit ein paar Leckerlis von ihrer Schwester weglocken und in den Stall führen konnten, versuchten wir zu zweit, Peggy auf die Beine zu helfen. Unsere Versuche scheiterten – Peggy hatte kein Kraft dazu und das Atmen fiel ihr sichtlich schwer. Als der Tierarzt auf die Weide kam und Peggy untersuchte, verabreichte er ihr für die Stabilisierung des Kreislaufes Cortison und Adrenalin. Hoffnungsvoll warteten wir auf die Wirkung der Medikamente, welche im Normalfall einem Kreislaufversagen entgegenwirken. Leider hat es Peggy trotz der medizinischen Hilfe nicht geschafft und ist nach zwei Stunden in unserer Anwesenheit friedlich eingeschlafen. Peggy war schon als junges Ferkel sichtlich schwächer als ihre dominatere Schwester und zeigte bereits im Frühling dieses Jahres einen Schwächeanfall mit Herzrhythmusstörungen auf. Wir vermissen Peggy sehr und sind über den plötzlichen Verlust traurig. Auch Paige ist über diese einschneidende Veränderung bedrückt – sie verbrachte ihr ganzes Leben an der Seite von Paggy. Es dauerte einige Tage, bis sie nach dem Ereignis wieder auf die Weide gehen wollte. Die beiden Schweine sind im Alter von drei Monaten auf den Tierlignadenhof gestossen, weil die Alleinhaltung unserer älterer und ehemaligen Ferkelerzeugerin Paula vom Veterinäramt angelastet wurde. Die Sozialisierung der drei Schweine glückte jedoch nicht, weil Paula in ihrer Vergangenheit nie im natürlichen Kontakt zu Artgenossen stand. Paula zeigte voller Nachdruck, dass sie ihre Ruhe und einen Einzelstall haben möchte. Peggy und Paige liessen sich ihre Lebenslust durch die Abweisung von Paula jedoch nicht nehmen und haben unseren Hofalltag mit ihrer draufgängerischen Art aufgewirbelt. Einer ihrer liebsten Streiche war es, ihre Wasserbehälter nach dem Auffüllen gleich wieder umzukippen oder mit Futter ausgestattete Mitarbeitende über den Hofplatz zu jagen. Wenn es aber um ihr Essen ging, konnten die beiden ihre tiefe Verbundenheit für kurze Zeit vergessen und jede versuchte, den grössten Happen für sich zu schnappen. Ob und wie sich die Dynamik zwischen Paula und Paige durch den Tod von Peggy ändern wird, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, dass Paige ihre Lebensfreude trotz der Veränderung nicht verliert und wir sie noch viele Jahre als Familienmitglied begleiten dürfen.


Liebe Grüsse vom Tierlignadenhof-Team




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