Endlich wieder frei

Auf Grund der Vogelgrippe, welche sich im Winter in ganz Europa ausbreitete, ordnete das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV Schutzmassnahmen an, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Damit der Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln verhindert werden konnte, mussten wir unsere Hühner, Enten und Gänse während drei Monaten in einem geschlossenen Gehege einsperren. Zum Glück hat sich die Seuchenlage beruhigt und die getroffenen Massnahmen wurden per 1. April aufgehoben. Wir sind froh darüber, dass unsere Tiere wieder mehr Bewegungsmöglichkeiten und Platz erfahren dürfen und dass sie die Einschränkungen unversehrt überstanden haben. Vor einiger Zeit erhielten wir eine Anfrage von einem betagten Ehepaar, welche die Haltung ihrer vier Hühner nicht mehr bewältigen konnte. Es war uns ein Anliegen, den Tieren und ihren Besitzern, welchen die Trennung ihrer Lieblinge schwer fiel, zu helfen. Durch die Massnahmenaufhebung hat es nun endlich geklappt, dass die vier Hühner bei uns einziehen durften. Die hübschen Hennen bewohnen nun mit ihrer neu gewonnenen Familie, die aus vier Hähnen und zwölf Hühnern besteht, ein grosszügiges Aussengehege, welches verschiedenartige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Die Aufnahme und Integration von weiblichen Hühnern in eine bestehende Gruppe gestaltet sich in den meisten Fällen problemlos. Oftmals landen sie in der Rang- und Hackordnung anfänglich an unterster Stelle und da für sie alles neu ist, bringen sie in der Regel nicht den Mut auf, sich sofort gegen einzelne Mitglieder zu behaupten. Anders sieht dies bei Hähnen aus: bei vielen Rassen ist es schlichtwegs unmöglich, einen neuen, geschlechtsreifen Hahn in eine Schar zu integrieren, wo es bestehende Althähne gibt. Folglich ist es uns leider nicht möglich, männliche Hühner bei uns aufzunehmen, auch wenn die Nachfrage danach sehr gross ist. Da in wenigen Tagen das Osterfest vor der Türe steht, möchten wir gerne ein Thema ansprechen, welches uns jedes Jahr zu dieser Zeit beschäftigt. Eiern werden in verschiedenen Kulturen eine besondere Symbolkraft der Fruchtbarkeit und Wiedergeburt zugesprochen. Auch im Christentum steht das Ei seit Jahrtausenden als Ostersymbol für den Tod und die Auferstehung Christi. Dass Kinder zu dieser besonderen Zeit den Wunsch verspüren, Eier auszubrüten, um danach die flauschigen Tiere zu bewundern und in den Händen zu halten, ist für uns völlig nachvollziehbar. Leider kommt es nicht selten vor, dass die ausgebrüteten Tiere an ihrem Geburtsort nicht bleiben können und durch die Eltern oder Lehrpersonen, welche die Kinder beim Brutprozess begleitet haben, keine Vorkehrungen für eine Anschlusslösung getroffen wurden. So erhalten wir zu dieser Zeit jedes Jahr Anfragen für die Aufnahme von Küken, deren Geschlecht noch nicht bestimmbar ist. Damit Kinder lernen, Verantwortung für ihr Handeln und Tun zu übernehmen, müssen wir Erwachsene ihnen Anlässe dazu geben und als gutes Vorbild dienen – dies bedeutet in diesem Kontext, nur Küken auszubrüten, wenn für die ausgeschlüpften Tiere ein geeignetes Zuhause sichergestellt ist.


Wir wünschen Ihnen viele sonnige und glückliche Stunden zu Ostern!

Liebe Grüsse vom Tierlignadenhof-Team


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