Unsere «Sorgen-Tierli»
- 25. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Auf unserem Gnadenhof finden Tiere Zuflucht, die kaum eine Chance auf eine Vermittlung haben. Ob chronisch krank oder durch ihre Vergangenheit traumatisiert – viele gelten als hoffnungslose Fälle. Doch gerade für diese besonderen Tiere sind wir da: wir schenken ihnen die Geborgenheit und Pflege, die sie brauchen und ermöglichen ihnen einen würdevollen Neuanfang. Filou, ein sechszehnjähriger Chihuahua-Rüde, ist einer unserer «Sorgen-Tierli». Neben einer Blasenentzündung weist er auf Grund seines hohen Alters degenerative Veränderungen seines Bewegungsapparates auf, was ihn in seiner Beweglichkeit einschränkt. Da der kleine, liebevolle Rüde seit mehreren Jahren Mitglied unserer Familie ist und wir ihn in unser Herz geschlossen haben, sorgen wir uns umso mehr um seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Nach einer tierärztlichen Untersuchung und einer Urinanalyse wurde eine medikamentöse Therapie mit Antibiotika und Entzündungshemmern verordnet. Nun hoffen wir, dass sich Filou bald wieder erholt und die wärmeren Monate in vollen Zügen geniessen kann. Es gibt für ihn kaum etwas Schöneres, als sich an einem sonnigen Platz zu entspannen. Auch beim vierzehnjährigen Chihuahua-Rüde, Malibu, wurde eine Blasenentzündung festgestellt. Um die Entzündung in den Griff zu bekommen, wird er wie Filou medikamentös behandelt. Trotz der aktuellen Beschwerden blicken wir zuversichtlich auf eine baldige Genesung. Unsere Araber-Stute, Mayki, liessen wir vor einiger Zeit ebenfalls tierärztlich untersuchen. Auf Grund eines Weide-Unfalles im Fohlenalter weist sie Deformationen am linken Vorderbein sowie an beiden Hinterbeinen auf. Die auf unserem Hof durchgeführten Röntgenuntersuchungen ihrer Beine ergaben die Diagnose einer fortgeschrittenen Arthrose. Der Befund lieferte die Erklärung für die beobachteten Gangunregelmässigkeiten und Schmerzsymptome. Neben der Abgabe von Schmerzmedikamenten ist es wichtig, dass wir laufend weitere, unterstützende Massnahmen umsetzen, damit ihre Lebensqualität und Mobilität langfristig gesichert werden können. Es liegt in unserer Verantwortung, stets abzuwägen, ob die Lebensqualität trotz Belastung durch die Schmerzen noch überwiegt. Unsere Aufgabe ist es, Mayki zu begleiten, solange sie Freude am Leben hat; aber auch den Mut zu finden, sie gehen zu lassen, wenn das Leiden zu gross wird. Leider bereitet uns auch unser Ouessant-Schafbock, Abu, Sorgen. Als wir ihn übernommen haben, wies er bereits erhebliche Zahnprobleme auf. Bei Ouessant-Schafen stellt das Thema Inzucht eine häufige Problematik dar, da sie als seltene Rasse oft in kleinen Beständen ohne professionelle Zuchtbuchführung gehalten werden. Das Fehlen lückenloser Stammbücher begünstigt dabei die unbeabsichtigte Verpaarung verwandter Tiere, was das Risiko genetischer Defekte und vererbbarer Krankheiten erhöht. Das Gebiss von Abu ist in einem so besorgniserregenden Zustand, dass die Zähne kaum noch Halt haben und sich ohne medizinischen Kraftaufwand lösen würden. Auf Grund der eingeschränkten Kaufähigkeit ist eine gezielte Zufütterung von Abu und unseren weiteren Ouessont-Schafen unumgänglich, um einem Gewichts- und Energieverlust entgegenzuwirken.
Liebe Grüsse vom Tierlignadenhof-Team
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Zugunsten Stiftung Tierlignadenhof
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