Teamarbeit


Es ist Sonntagnachmittag und mein Telefon klingelt. Ich renne die Treppe hoch, gerade ein bisschen zu spät und rufe Moni zurück. Sie hat mich angerufen weil Coni, welche sonst immer die Zeitungsberichte schreibt, im Prüfungsstress ist und für einmal nicht die nötige Ruhe hat, eine Geschichte über den Tierlignadenhof zu schreiben. Moni meint, es gibt so vieles worüber ich schreiben könnte, vor allem jetzt, wo sie versucht immer mehr in den Hintergrund zu treten. Sie möchte, dass unsere Leserinnen und Leser wissen, wie viel damit auf die nachfolgende Generation, auf uns, übergeht. Dass es eben nicht nur darum geht, zu putzen, Ställe zu misten und die Tiere zu pflegen – sondern viel mehr eine ja, man könnte fast schon sagen, Lebensphilosophie ist und natürlich eine grosse Verantwortung. So braucht es viel Durchsetzungsvermögen und auch administratives Geschick, einen solchen Hof zu leiten, aber eben auch das nötige Feingefühl und Ruhe, um den Tieren die Geborgenheit und das Verständnis entgegen zu bringen, das sie brauchen, um sich wohlfühlen zu können. Ich verstehe so gut, was sie mir am Telefon so engagiert zu vermitteln versucht und habe hundert Gedanken, wie ich es in einen Zeitungsbericht verpacken möchte. Wir beenden unser Telefonat und ich putze weiter meine Wohnung fertig und denke über den Zeitungsbericht und so vieles nach.

Neben der Arbeit und den privaten Verpflichtungen nimmt der Tierlignadenhof einen grossen Teil unseres Lebens in Anspruch und ja, manchmal ist die ganze Arbeit schwer zu greifen. Aber wir sind daran so vieles zu lernen und zu übernehmen, die Verantwortung zu tragen und für den Hof einzustehen und unsere Erfahrungen fürs Leben zu sammeln, ein Leben mit dem Tierlignadenhof.


So sitze ich nun auf dem Sofa, denke an die letzten Worte von Moni bevor wir uns am Telefon verabschiedet. Sie meinte ich soll Coni liebe Grüsse ausrichten und sagen, dass sie sich keine Gedanken machen soll, weil sie für einmal den Bericht nicht schreiben kann. Sie bedankte sich, dass ich das für heute übernehme und dass sich Steffi bestimmt freut, wenn das schon erledigt ist – schliesslich halten wir doch immer alle zusammen und schauen für einander….


Herzlichst Janina

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