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Neunankömmlinge

  • 31. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Die zwei Zwergzebus Helga und Holy sind bei uns eingezogen. Wie bereits beschrieben, kamen die Beiden ursprünglich aus schlechter Haltung, das Veterinäramt hat sich eingeschalten und die Tiere in einer Tierklinik untergebracht. Nachdem die Besitzverhältnisse geklärt waren, haben sie den Weg auf den Tierlignadenhof gefunden. Helga ist die 18-jährige Mutter und Holy die 4-jährige Tochter. Die bereits bei uns lebenden Zwergzebus Arielle und Eli sind nochmals etwas jünger und waren überrascht über die Ankunft der beiden Artgenossen. Zwergzebus wird nachgesagt, dass sie bei dem ersten Aufeinandertreffen mit fremden Artgenossen nicht zimperlich sind und ihre Kräfte gerne messen, um die Rangordnung zu klären. Es war ein emotionaler und schöner Moment, Helga mit ihrer Tochter über den Platz laufen zu sehen und das erste Zusammentreffen mitzuerleben. Entgegen den besagten Vorwarnungen, waren die vier Damen sehr anständig miteinander. Sie haben sich zwar ihren Platz nicht nehmen lassen, aber diesen auch bei ihrem Gegenüber respektiert. So war es fast schon ein unspektakuläres Treffen, das uns mit viel Erleichterung und Glückseligkeit den Tag beenden ließ.

Am darauffolgenden Morgen war es immer noch sehr friedlich. Helga hat den gemeinsamen Stall allerdings zu ihrem Reich erklärt und zuerst nur ihre Tochter Holy im neuen Heim geduldet. Es waren glücklicherweise schöne Wettertage und wir hatten einen Ausweichstall, damit alle in Ruhe fressen konnten. Wir waren über die Entwicklung froh und wussten, das kommt gut! Weil weiter alles friedlich und unser Bauchgefühl positiv war, machten wir uns gemeinsam mit den Vieren auf zum Weidegang. Wir haben glücklicherweise direkt angrenzende Weiden und es musste nur ein Tor geöffnet werden für das nächste Abenteuer. Helga und Holy hatten über Monate, wenn nicht Jahre, keinen Weidegang und dem entsprechend war die Begeisterung gross, über die Weide zu springen. Vor allem bei Holy gab es kein Halten mehr. Es war ein wunderbares Spektakel, an das wir immer mit einem Lächeln und viel Freude zurückdenken werden.

Für die ganze Herde war dies der Moment, an dem sie sich gefunden haben. Am nächsten Tag lagen alle Vier glücklich, zufrieden und gemeinsam im Stall.

Die Entscheidung Tiere bei uns aufzunehmen ist immer eine wohlüberlegte Sache, die ungewisseste und zeitintensivste Arbeit ist jedoch immer die Integration der neuen Schützlinge. Manchmal braucht es mehr Zeit und Anpassungen und manchmal geht es schneller. Es lohnt sich aber jedes Mal, weil wenn die Tiere erst einmal angekommen sind, ihr Vertrauen gefasst haben und sich zu Hause fühlen, schreibt das gemeinsame Leben so viele schöne Geschichten und Erlebnisse. So haben wir Zusammen mit Helga, Holy, Arielle und Eli auch schon unsere Pferde und Esel kennen gelernt. Und auch wenn die Pferde den neuen Weidegängern gegenüber skeptisch waren und weiterhin sind, sind es genau diese gemeinsamen Momente und Erlebnisse, die einem als Familie näher bringen.

 



Spenden: Raiffeisenbank Regio Laufenburg,

Zugunsten Stiftung Tierlignadenhof

Konto: CH94 8080 8001 3986 9592 6

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